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Vorsicht mit Plüschtieren im Babybett

Kuscheltiere in Babybetten oder KinderbettenHebammen und erfahre Mütter würden wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammen schlagen wenn sie in so manches Baby- und Kinderzimmer von frisch gebackenen Eltern kommen würden. Da wird der Nachwuchs mit Spielsachen und vor allem Kuscheltieren überhäuft, immerhin drückt man damit seine Liebe aus oder? Nicht wirklich!

Wenn es um die Ausstattung des Schlafplatzes eines Kindes bis zum dritten oder gar vierten Lebensjahres oder eines Babys geht, dann gilt: Je weniger, desto besser ist es und umso beruhigter können auch Sie als Eltern schlafen.

In den ersten zwölf Lebensmonaten braucht das Baby eigentlich überhaupt keine Kissen oder andere Teddybären in seinem Bett. Aus Sicherheitsgründen sollte darauf wirklich verzichtet werden. Ist das Baby etwas älter, so kann man natürlich ein kleines Kuscheltier in Form eines Bären dazu legen. Dies ist ohnehin das Alter in dem das Baby beginnt sich für solche Dinge zu interessieren und die Teddybären als Kuschelersatz für die Mutter benötigen.

Hier gilt allerdings: Der Bär sollte auf keinen Fall größer sein als die Hälfte des Kindes. Wichtig ist nämlich, dass sich das Kind das Tier nicht auf das Gesicht legt und daran erstickt. Je kleiner der Bär, desto geringer also das Risiko, dass der geliebte Kuschelbär zur Gefahr wird. Sie vermeiden somit, dass der Bär nachts auf das Gesicht des Kindes fällt und es so zu einer Überwärmung oder zu einem gefährlichen Atemrückstau kommen kann, wenn das Baby seine eigene Atemluft wieder einatmet. Eben gleiches gilt übrigens für Decken oder andere Kuscheltiere. Besser geeignet sind Schlafsäcke.

Plötzlicher Kindstod – die Gefahr im Kinderbett

Es ist der Alptraum einer jeden Mutter – das Kind stirbt eines plötzlichen Kindstodes, im Schlaf und im eigenen Babybett. Und dennoch sterben jährlich rund 130 Kinder aus unerklärlichen Gründen oder aber erstickt im Schlaf. Die Gefahr lauert also im Kinderbett und genau deshalb sind sich diverse Forscher sicher: Nur ein leeres Kinder- oder Babybett ist sicher. Grund für einen so plötzlichen Tod ist der plötzlich aussetzende Atemreflex, ausgelöst durch diverse Gegenstände, welche sich in einem Kinderbett befinden.

XXL Teddy für Babys und Kinder

Ein XXL-Teddy eignet sich super zum Spielen, hat aber im Babybett nichts zu suchen

Wer also auf Nummer Sicher gehen möchte, der lässt sein Kind in einem leeren Babybett mit einer dünnen Matratze schlafen. Und auch wenn das Kind schon ein Jahr oder älter ist, sollten Sie darauf achten, mit welchen Gegenständen das Kind schläft. Teddybären mit langem Fell, welches sich leicht lösen lässt, ist reichlich ungeeignet für ein Kind.

Die dünnen Fellfasern können leicht in die Atemwege des Babys gelangen und dort allergische Reaktionen auslösen. Achten Sie also beim Kauf des richtigen Teddybären darauf, dass das Fell dessen aus dem richtigen Material besteht und frei von Schadstoffen oder Chemikalien ist.

Auch Heizkissen und Wärmflaschen gehören nicht in ein Babybett und können im schlimmsten Fall ebenfalls zu Überwärmung und lebensbedrohlichen Atemaussetzern führen.

Unfallgefahren im Babybett vermeiden

Schon wenn Sie sich um den Kauf des richtigen Babybettes kümmern, sollten Sie alle möglichen Risiken von Vornherein ausschließen können. Es dürfen sich keine überstehenden Teile oder scharfe Kanten am Bett befinden. In jedem Fall sollten ein GS-Siegel, ein TÜV-Zertifikat oder andere Prüfplaketten von Stiftung Warentest vorhanden sein. Weiterhin sollten Sie vorher folgendes kontrollieren:

  • Gummibänder oder Schnüre in denen sich das Baby verfangen könnte, sollten sich nicht in Reichweite des Kindes befinden
  • Gleiches gilt für Betthimmel oder Moskitonetze
  • Schrauben, Bolzen und andere Montageteile am Babybett dürfen unlöslich sein
  • Schaukelwiegen und Stubenwagen sollten standhaft sein
  • Stababstände des Gitters müssen so bemessen sein, dass das Baby nicht durch passt
  • Eine passende Matratze muss her und es sollte zwischen Rahmen und Matratze keine Lücken geben
  • Das Laken für die Matratze darf sich nicht lösen können
  • Kuscheltiere und Teddybären haben in den ersten 12 Monaten nichts im Babybett zu suchen

Lassen Sie Ihr Kind grundsätzlich nie mit einem Teddybären unbeaufsichtigt, da diese noch nicht die Kraft haben sich selbst von diesen zu befreien, sollte der Bär einmal auf das Gesicht des Kindes fallen oder es darin einschlafen. Achten Sie auf die richtige Größe, ein großer XXL-Teddy (mehr Infos dazu hier) ist zwar für Kinder etwas wirklich tolles, allerdings erst ab einem gewissen Alter empfehlenswert.


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